Werbeobergrenzen, verbotene Prämien und ein Umzug ins Ausland: Die Tricks der Krankenkassen im Mitgliederwettbewerb

Die BKK Pfiffikus umgeht per Sitzverlegung in die Niederlande deutsches Kassenrecht und lockt Versicherte mit Barprämien, Cashback und gestrichenen Zuzahlungen…

25. August 2026
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Die BKK Pfiffikus versucht mit verbotenen Barprämien, einem Umzug ins Ausland und einem radikal umgebauten Versicherungsmodell, junge Mitglieder zu gewinnen. Der satirische Wochenrückblick von Patrick Hollstein beschreibt, wie Krankenkassen nach gedeckelten Werbeausgaben nach neuen Akquisewegen suchen.

Die Kasse bewirbt den Kassenwechsel zunächst mit einem 500-Euro-Bonus, tarnt das Angebot nach Beanstandung als „rückwirkende Bonusvorauszahlung“ und gerät damit ins Visier des Bundesamts für Soziale Sicherung (BAS). Dessen Reaktion: Verstöße werden erst besprochen, dann bestraft.

Die BKK Pfiffikus verlegt daraufhin ihren Sitz aus dem Schwäbischen in die Niederlande. Das neue Modell sieht monatlich kündbare Verträge, Videosprechstunden per App und den vollständigen Verzicht auf Zuzahlungen vor. Shop Apotheke und DocMorris übernehmen als Exklusivpartner auch alle anderen Behandlungen. Versicherte erhalten zwei Euro pro leistungsfreiem Tag, Chroniker und Patienten mit intensivem Betreuungsbedarf das Doppelte.

Der Zulauf ist massiv. Die Techniker Krankenkasse verliert ihren Status als Markt- und Innovationsführer. Während das Gesundheitsministerium prüft, ob das Modell mit dem SGB V vereinbar ist, verhandelt die BKK Pfiffikus bereits eine Fusion mit der Barmer. Der geplante Name: „Pfiffikus XL- Jetzt mit 10 Prozent Cashback.“

Quelle:
apotheke-adhoc.de

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