Digitale Helfer in der Psychiatrie: KI analysiert Suizidalität mit hoher Präzision

Ein KI-Modell der TU Dresden hat gezeigt, dass Suizidalität zuverlässig aus psychiatrischen Aufnahmedokumenten erkannt werden kann, was künftig Frühwarnsysteme und bessere Qualitätssicherung in Kliniken ermöglichen könnte. Lokale Serverlösungen gewährleisten dabei Datenschutz und ebnen den Weg für eine praktische Integration dieser Technologie in den Klinikalltag.

16. Januar 2025
  • IT
  • Medizin


Forschende der TU Dresden haben gemeinsam mit Medizinern des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden ein KI-Modell getestet, das Hinweise auf Suizidalität in psychiatrischen Anamnesetexten zuverlässig erkennen kann. Mit einem Sprachmodell der „Llama-2“-Familie wurden 100 Aufnahmedokumente analysiert, und die Ergebnisse waren präzise, selbst ohne spezifische Anpassung an psychiatrische Daten. Solche Modelle könnten in Zukunft als Frühwarnsysteme für Notfälle, zur Qualitätssicherung oder zur Analyse großer Datenmengen eingesetzt werden. Dabei setzen die Wissenschaftler auf lokale, klinikinterne Server, um höchste Datenschutzstandards zu gewährleisten und die Privatsphäre der Patienten zu schützen. Die Studienautoren sehen großes Potenzial, KI-gestützte Methoden in der Klinik einzusetzen, um medizinisches Personal zu unterstützen, die Dokumentation zu optimieren und die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Bevor ein breiter Einsatz möglich ist, sind jedoch weitere Untersuchungen notwendig…

Quelle:

healthcare-in-europe.com


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