Digitaler Zwilling als Therapiehelfer: KI soll Behandlungswege simulieren

Digitale Zwillinge gelten als Zukunftstechnologie in der personalisierten Medizin. Claudia Witt von der Universität Zürich sieht darin große Potenziale für Therapie, Prävention und Diagnostik – mahnt jedoch zu Datensouveränität, ethischer Verantwortung und gezielter Vermittlung zwischen Mensch und Maschine.

22. April 2025
  • IT
  • Medizin


Digitale Zwillinge gelten als Hoffnungsträger einer präziseren, individualisierten Medizin. Prof. Claudia Witt von der Universität Zürich erklärt im Interview, wie KI-basierte Abbilder von Patient:innen künftig helfen können, Therapien zu simulieren, Nebenwirkungen zu reduzieren und Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Schon heute liefern Wearables und Patientenakten eine Vielzahl an Daten – künftig sollen sie zu einem ganzheitlichen Modell zusammenfließen. Doch bis zum klinischen Einsatz in der Versorgung dürfte es noch über ein Jahrzehnt dauern. Neben technischen Herausforderungen betont Witt vor allem die Bedeutung von Datenschutz, Freiwilligkeit und psychologischer Begleitung. Zentrale Herausforderung sei die richtige Balance zwischen Wissen und Belastung: „Nicht jeder will alles über seine Risiken erfahren.“ Perspektivisch könnten spezialisierte Gesundheitscoaches den Dialog zwischen KI-Modellen und Patient:innen übernehmen – als Brücke zwischen digitaler Simulation und menschlicher Entscheidungsfindung…

Quelle:

annabelle.ch


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