Digitalisierung im Gesundheitswesen: Große Lücken bei Bekanntheit und Nutzung digitaler Angebote
Eine Deloitte-Umfrage zeigt zwar Fortschritte bei ePA, E-Rezept und KI-Nutzung, doch Telemedizin und DiGA bleiben wenig bekannt. Telemedizin und DiGA bleiben jedoch wenig bekannt. Besonders ältere Menschen und Bewohner ländlicher Regionen profitieren kaum…
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Im August 2025 hat Deloitte 1.120 Bürgerinnen und Bürger zum Stand der Digitalisierung im Gesundheitswesen befragt. Zentrale Erkenntnis: Künstliche Intelligenz gewinnt an Bedeutung. Bereits 25 Prozent nutzen KI-Angebote im Gesundheitsbereich, vor allem außerhalb des regulierten Versorgungssystems. Mit dieser Entwicklung wächst auch die Bereitschaft, sensible Gesundheitsdaten freizugeben.
Bei der elektronischen Patientenakte (ePA) und dem E-Rezept zeigen sich positive Entwicklungen. Das E-Rezept hat sich etabliert, gleichzeitig gibt es weiterhin Kritik an der Bekanntheit, der Wahrnehmung von Mehrwerten und der Datensicherheit. Auch die ePA stößt auf wachsende Akzeptanz; die vom Bundesgesundheitsministerium anvisierte Widerspruchsquote gilt als realistisch.
Schwachstellen bleiben Telemedizin und digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA). Sie erreichen nur geringe Bekanntheitswerte und entsprechend niedrige Nutzungsquoten. Deutlich wird auch, dass besonders gefährdete Gruppen abgehängt sind. Ältere Personen und Menschen in ländlichen Regionen nutzen digitale Angebote deutlich seltener und weisen geringere Digitalkompetenzen auf.
Die Ergebnisse verdeutlichen: Während KI-Anwendungen neue Chancen eröffnen, bleiben strukturelle Hürden bestehen. Anbieter und Krankenkassen sind daher aufgefordert, gezielt über Nutzen und Sicherheit aufzuklären, um mehr Menschen zu erreichen.
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