DigitalRadar 2026: Krankenhäuser erreichen 55 Punkte Reifegrad, doch die Finanzierung des IT-Betriebs bleibt ungeklärt
Der digitale Reifegrad deutscher Krankenhäuser stieg seit 2021 von 33,3 auf 55,0 Punkte. Die DKG fordert nachhaltige Betriebskostenfinanzierung statt Vergütungsabschlägen…
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Der DigitalRadar 2026 belegt messbare Fortschritte bei der Krankenhausdigitalisierung. Der durchschnittliche Reifegrad stieg von 33,3 Punkten (2021) auf 55,0 Punkte (2026), gegenüber der zweiten Erhebung 2024 ein Zuwachs von 12,6 Punkten. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) wertet das als Beleg für die Wirksamkeit des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG).
Die stellvertretende DKG-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Henriette Neumeyer betont, dass positive Förderanreize die digitale Entwicklung spürbar vorangebracht haben. Besonders hervorzuheben ist, dass auch kleinere Kliniken ihren Reifegrad steigern konnten.
Gleichzeitig warnt Neumeyer vor einer Fehleinschätzung der Lage. Ohne verlässliche Regelungen zur Betriebskostenfinanzierung sei das erreichte Niveau nicht dauerhaft zu halten. Digitalisierung erfordere laufende Finanzierung, Pflege und Weiterentwicklung.
Die DKG spricht sich zudem gegen die bestehende Digitalisierungsabschlagsvereinbarung aus. Diese sieht Vergütungsabschläge von bis zu zwei Prozent je Behandlungsfall vor, wenn Kliniken bestimmte digitale Dienste nicht betreiben. Angesichts des gestiegenen Reifegrads hält die DKG dieses Instrument für überholt. Zusätzliche Abschläge verschärften die ohnehin bestehende Unterfinanzierung des IT-Betriebs.
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