DIVI-Kongresspräsident Dubb fordert mehr Handlungsspielraum für Pflegefachpersonen
Der DIVI-Kongresspräsident Rolf Dubb fordert erweiterte Befugnisse für Pflegefachpersonen in der Intensivmedizin und kritisiert die geplanten Änderungen am Pflegebudget ab 2027…
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Pflegefachpersonen in der Intensiv- und Notfallmedizin brauchen mehr Handlungsspielraum. Das fordert Rolf Dubb, Kongresspräsident des DIVI26 und Fachbereichsleiter Weiterbildung an den Kreiskliniken Reutlingen, im Vorfeld des 26. DIVI-Kongresses vom 2. bis 4. Dezember 2026 in Hamburg.
Die Qualifikation vieler Pflegekräfte übersteige längst ihre formalen Befugnisse. Konzepte wie Advanced Practice Nursing (APN) könnten nicht ausgeschöpft werden, weil Personalmangel, Kostendruck und starre Zuständigkeiten dies verhinderten. Im Versorgungsalltag zähle häufig noch die Berufsbezeichnung mehr als die tatsächliche Kompetenz, so Dubb.
Co-Kongresspräsident Professor Uwe Janssens betont, dass moderne Intensivmedizin nur im interprofessionellen Team auf Augenhöhe gelinge. Verantwortung müsse gemeinsam getragen werden.
Dubb kritisiert zudem die geplanten Änderungen beim Pflegebudget ab 2027. Wirtschaftlicher Druck dürfe die Anforderungen einer sicheren und hochwertigen Versorgung nicht aushöhlen. Personaluntergrenzen allein lösten den Fachkräftemangel nicht. Fehlende ambulante Angebote und knappe Bettenkapazitäten erhöhten den Druck auf Notaufnahmen und Intensivstationen.
Für die Zukunft fordert Dubb eine bessere Vernetzung zwischen Klinik und nachversorgenden Strukturen. Community Health Nurses könnten als Bindeglied in der Nachsorge dienen. Der Kongress steht unter dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt“. Erwartet werden mehrere Tausend Teilnehmende.
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