DIVI-Umfrage: 23,2 Prozent planen Ausstieg aus der Intensivmedizin

Eine DIVI-Umfrage zeigt: Nur 45,4 Prozent der Befragten wollen sicher in der Intensivmedizin bleiben. Arbeitszufriedenheit, Familienfreundlichkeit und verlässliche Entwicklungsperspektiven gelten als zentrale Faktoren für den Personalerhalt…

12. Mai 2026
  • Personal
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Die Personalsituation in der Intensivmedizin könnte sich weiter verschärfen. In einer Umfrage der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und der Jungen DIVI gaben nur 45,4 Prozent der Befragten an, sicher in der Intensivmedizin bleiben zu wollen. 23,2 Prozent planen einen Ausstieg, 31,2 Prozent sind unentschlossen.

Die Arbeitsgruppe identifizierte Arbeitszufriedenheit und Familienfreundlichkeit als zentrale Faktoren für die Bereitschaft, langfristig in der Intensivmedizin zu arbeiten. Beide Aspekte zeigten eine signifikante Assoziation mit dem Verbleib im Fachgebiet. David Josuttis, Sprecher der Jungen DIVI und Letztautor der Erhebung, hob dabei besonders die Stimmung im Team und das Zwischenmenschliche hervor.

Als weitere Ansatzpunkte nennt die Umfrage weniger belastende Schichtmodelle, insbesondere weniger rotierende Tag-Nacht-Dienste, bessere Unterstützung bei Kinderbetreuung und häuslicher Pflegeverantwortung sowie strukturierte Personalentwicklung und verlässliche Karriereperspektiven. DIVI-Präsident Florian Hoffmann wertete die Ergebnisse als Auftrag, im Intensivalltag Wahrnehmung, Wertschätzung und Entwicklungsperspektiven für Mitarbeitende zu stärken.

Die Analyse basiert auf Angaben von 1.243 Ärztinnen und Ärzten, Pflegefachkräften sowie Mitarbeitenden in therapeutischen Gesundheitsfachberufen. Die Erhebung ist 2026 im Journal of Critical Care erschienen.

Quelle:
aerzteblatt.de

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