DKG fordert Sondervermögen für Klimaschutz: Krankenhäuser dürfen nicht länger außen vor bleiben
Die DKG fordert ein Sonderinvestitionsprogramm für klimaresiliente Krankenhäuser und verlangt, Mittel aus dem Sondervermögen von Bund und Ländern dafür einzusetzen…
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Angesichts der aktuellen Hitzewelle fordert die Deutsche Krankenhausgesellschaft Bund und Länder auf, sofort ein Sonderinvestitionsprogramm für klimaresiliente Krankenhäuser aufzulegen und dafür Mittel aus dem bestehenden Sondervermögen bereitzustellen.
Grundlage ist ein Gutachten des Instituts for Health Care Business, das die DKG bereits Anfang 2025 vorgelegt hat. Es beziffert den Investitionsbedarf für klimaneutrale und klimaresiliente Krankenhäuser auf mindestens 31 Milliarden Euro. Konkret nennt das Gutachten moderne Gebäudehüllen, Sonnenschutz, energieeffiziente Kühl- und Lüftungssysteme, Photovoltaik sowie moderne Wärme- und Kälteversorgung als notwendige Maßnahmen.
DKG-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerald Gaß betont, dass Ventilatoren und verdunkelnde Vorhänge als Standard nicht mehr ausreichen. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, chronisch Kranke und Neugeborene. Auch die Arbeitsbedingungen des Klinikpersonals verschlechterten sich bei Extremhitze erheblich.
Gaß kritisiert zudem, dass die Länder ihre gesetzliche Pflicht zur Krankenhausinvestitionsfinanzierung bereits heute nur unzureichend erfüllen. Dadurch sei ein erheblicher Investitionsstau entstanden, der jede spätere Nachrüstung verteuere.
Die DKG appelliert, noch in diesem Jahr die Voraussetzungen für ein umfassendes Investitionsprogramm zu schaffen, damit Kliniken künftig häufiger auftretende Extremwetterereignisse bewältigen können.
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