DKG fordert von Linnemann entschlossenes Handeln gegen drohenden kalten Strukturwandel in der Krankenhausversorgung
Die DKG gratuliert Carsten Linnemann zur Ernennung zum Bundesgesundheitsminister und fordert entschlossenes Handeln bei Krankenhausfinanzierung, Reform und Entbürokratisierung…
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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft begrüßt Carsten Linnemanns Ernennung zum Bundesgesundheitsminister, knüpft die Glückwünsche jedoch an klare Erwartungen. DKG-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerald Gaß benennt die wirtschaftliche Lage der Kliniken als unmittelbar dringlichstes Problem. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz habe die Krankenhäuser finanziell mit dem Rücken zur Wand gebracht. Ohne politisches Gegensteuern drohe ein unkontrollierter Strukturwandel mit Versorgungslücken.
Bei der laufenden Krankenhausreform mahnt die DKG eine planvolle, schrittweise Umsetzung an. Strukturen dürften nicht ersatzlos wegbrechen, bevor Alternativen bereitstehen. Zugleich müsse die seit Langem ausstehende Notfallreform endlich umgesetzt werden.
Als weitere Schlüsselaufgabe nennt Gaß den Abbau bürokratischer Belastungen. Linnemann habe sich in der Vergangenheit wiederholt für konsequente Entbürokratisierung ausgesprochen. Das Gesundheitswesen biete nun die Gelegenheit, diesen Anspruch in die Praxis zu überführen. Ergänzend fordert die DKG, die ambulanten Potenziale der Krankenhäuser zu stärken und Sektorengrenzen zu überwinden.
Im kommenden KI-Zyklus könnten Kliniken eine Schlüsselrolle bei der Bereitstellung von Gesundheitsdaten sowie bei der Entwicklung datenbasierter Lösungen übernehmen. Der scheidenden Ministerin Nina Warken zollt die DKG Anerkennung für ihre Bereitschaft, die Krankenhausreform an kritischen Stellen nachzusteuern.
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