DKG: Jedes dritte Notfallkrankenhaus in seiner Existenz gefährdet
Das geplante Beitragssatzstabilisierungsgesetz bedroht laut Krankenhaus Rating Report bis zu 400 Kliniken, darunter 336 mit anerkannter Notfallversorgung…
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Der Krankenhaus Rating Report warnt vor gravierenden Folgen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes. Bis zu 400 Krankenhäuser könnten allein nach wirtschaftlichen Kriterien aus dem Markt gedrängt werden.
Besonders betroffen wären versorgungsrelevante Einrichtungen. 336 Krankenhäuser mit anerkannter Notfallversorgung stünden vor der Schließung, darunter jedes dritte Haus der Notfallstufe 3. Im ländlichen Raum würde jede dritte Klinik wegfallen. Der Anteil der Bevölkerung mit einer Anfahrtszeit von mehr als 30 Minuten zum nächsten Krankenhaus wäre viermal höher als heute.
Auch die Beschäftigungslage würde sich verschlechtern. Laut Report müssten Krankenhäuser bis 2030 rund 8,5 Prozent ihrer Vollzeitstellen abbauen, um Erlöseinbußen auszugleichen. Den größten Stellenabbau erwartet der Report bereits für 2027.
DKG-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerald Gaß fordert eine grundlegende Überarbeitung des Gesetzes. Er plädiert für Deregulierung, mehr unternehmerische Freiheiten und eine auskömmliche Finanzierung. Die Autoren des Reports sprechen sich für einen Strukturzuschlag aus und mahnen einen Mentalitätswechsel an. Statt kostentreibender staatlicher Eingriffe sollten klare Versorgungsziele definiert werden. Gaß kritisiert zudem, dass die Bundesregierung versicherungsfremde Leistungen nicht angemessen gegenfinanziere und damit selbst zum Beitragssatzanstieg beitrage.
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