DKG warnt: Sparpaket der Bundesregierung macht Krankenhäuser anfällig für Cyberangriffe und Krisen

Das Sparpaket der Bundesregierung entzieht Krankenhäusern den finanziellen Spielraum, um sich auf Cyberangriffe und militärische Krisenszenarien vorzubereiten, warnt die DKG…

21. Mai 2026
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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) stellt auf ihrem Zukunftsforum Krankenhaus in Berlin fest: Unter den aktuellen Rahmenbedingungen können deutsche Krankenhäuser keine ausreichende Krisenfestigkeit aufbauen. DKG-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerald Gaß macht dafür das Sparpaket der Bundesregierung verantwortlich, das Kürzungen von knapp 30 Milliarden Euro bis 2030 vorsieht.

Bereits heute arbeitet ein Großteil der Krankenhäuser defizitär. Die geplanten Kürzungen in Kombination mit der laufenden Krankenhausreform werden nach Einschätzung der DKG weitere Häuser in wirtschaftliche Schieflage und Insolvenzen treiben. Selbst überlebensfähige Kliniken werden sich demnach ausschließlich auf den Regelbetrieb konzentrieren müssen. Für Krisenvorsorge fehlen Zeit, Personal und Geld.

Ein Gutachten des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) und des Institute for Health Care Business (hcb) beziffert den Investitionsbedarf allein für Cybersicherheit auf mehr als 2,8 Milliarden Euro. Für die Vorbereitung auf Verteidigungs- und Krisenlagen wären über Jahre hinweg Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe nötig.

Dr. Gaß fordert von der Bundesregierung eine klare Positionierung: Entweder sie erklärt offen, dass Krankenhausresilienz keine politische Priorität hat, oder sie leitet einen Kurswechsel ein. Wer Krisenfestigkeit fordere, aber der kritischen Infrastruktur Krankenhaus systematisch Mittel entziehe, handele widersprüchlich.

Quelle:
dkgev.de

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