DKG warnt vor wachsender Dokumentationsflut im Krankenhausalltag

Krankenhäuser sehen die Versorgung durch steigende Bürokratie gefährdet. Die DKG fordert konkrete Entlastungen und warnt vor weiterem Zeitverlust für Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte…

9. Januar 2026
  • Politik

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat ihre Forderungen zum Bürokratieabbau im Kliniksektor aktualisiert und in einem Positionspapier 55 konkrete Maßnahmen benannt. Kernanliegen sind reduzierte Nachweispflichten, realistische Fristen und eine Digitalisierung, die Beschäftigte tatsächlich entlastet. Nach Einschätzung der DKG bindet Bürokratie täglich mehrere Stunden Arbeitszeit von Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften.

Eine Blitzumfrage des Deutschen Krankenhausinstituts zeigt, dass der Dokumentationsaufwand weiter gestiegen ist. Ein erheblicher Anteil der Beschäftigten ist rechnerisch ausschließlich mit Dokumentation befasst. Besonders zeitintensiv sind Anfragen des Medizinischer Dienst sowie Anforderungen der Qualitätssicherung und Personalbemessung.

Bereits 2024 hatte die DKG der Bundesregierung Vorschläge vorgelegt. Diese fanden im Bundesgesundheitsministerium unter Karl Lauterbach keine Umsetzung. Nach Einschätzung der DKG hat die Krankenhausreform die Bürokratielast weiter erhöht. Die DKG fordert nun entschlossene Schritte in dieser Legislaturperiode, um dringend benötigte Arbeitszeit wieder für die Patientenversorgung verfügbar zu machen.

Quelle:
daskrankenhaus.de

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