DKI Krankenhaus-Index – Kein Licht am Ende des Tunnels

Die wirtschaftliche Lage der deutschen Krankenhäuser ist weiterhin sehr angespannt. Fast 60 % der Allgemeinkrankenhäuser bewerten ihre aktuelle wirtschaftliche Situation als schlecht (40 %) oder sehr schlecht (19 %). Nur wenige Häuser (11 %) beschreiben sie als gut…

18. November 2025
  • Ökonomie

Laut der Sommerumfrage 2025 des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) bleibt die wirtschaftliche Lage der deutschen Krankenhäuser angespannt. Rund 60 Prozent der Allgemeinkrankenhäuser bewerten ihre Situation als schlecht oder sehr schlecht. Nur elf Prozent sehen sich wirtschaftlich gut aufgestellt. In den kommenden Monaten erwarten viele Einrichtungen Versorgungseinschränkungen, etwa durch geschlossene Stationen oder verschobene Eingriffe.

An der Befragung nahmen 400 Krankenhäuser teil. Sie wurde im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) durchgeführt. Zentrale Themen waren die neuen Leistungsgruppen, Hybrid-DRGs und der Transformationsfonds. Etwa 70 Prozent der Kliniken haben bereits Leistungsgruppen beantragt, doch nur etwas mehr als die Hälfte erfüllt die neuen Strukturvorgaben vollständig.

Die Einführung der Hybrid-DRGs stößt auf deutliche Kritik. Zwar wenden fast 90 Prozent der Allgemeinkrankenhäuser das System an, doch 83 Prozent berichten über negative finanzielle Auswirkungen. Zwei Drittel der Häuser verzeichnen bei den Hybrid-DRG-Fällen einen Anteil von höchstens zehn Prozent ohne Übernachtung. Die geplante Ausweitung des Katalogs im Jahr 2026 wird von 80 Prozent skeptisch beurteilt.

Auch das Urteil über die Gesundheitspolitik fällt ernüchternd aus. 84 Prozent der Allgemeinkrankenhäuser zeigen sich unzufrieden oder nur wenig zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung. Das DKI sieht darin ein deutliches Signal für die Notwendigkeit struktureller und finanzieller Reformen im Krankenhauswesen.

Quelle:
dki.de

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