Drei Krankenhäuser in Nordhessen schließen sich zu neuer Klinikgesellschaft zusammen

In Kassel und Volkmarsen entsteht die Marien-Elisabeth-Kliniken Kassel gGmbH. Drei Standorte fusionieren, Namen bleiben bestehen. Für Patienten bleibt der Betrieb gleich, langfristig sollen Spezialisierungen und Bauprojekte folgen…

15. September 2025
  • Ökonomie

Das Kasseler Marien-Krankenhaus, das Elisabeth-Krankenhaus Kassel und das St. Elisabeth-Krankenhaus Volkmarsen bilden seit September die Marien-Elisabeth-Kliniken Kassel gGmbH. Der neue Verbund geht aus der Vinzenz-Gruppe Fulda hervor, die bereits das Elisabeth-Krankenhaus Kassel übernommen hatte. Alle Standorte behalten ihre bisherigen Namen.

Für Patientinnen und Patienten bleibt der laufende Betrieb unverändert. Nach Angaben von Geschäftsführer Michael Schmidt verfolgt die neue Gesellschaft den Ausbau klarer Schwerpunkte. In Kassel betrifft das unter anderem Urologie, Zentrale Notaufnahme und Brustzentrum am Elisabeth-Krankenhaus sowie Pneumologie, Wirbelsäulenchirurgie und Palliativmedizin am Marien-Krankenhaus. Unsicherheiten bestehen jedoch, da konkrete Vorgaben der Krankenhausreform noch nicht vorliegen.

Neben der fachlichen Ausrichtung plant die Klinikgesellschaft Investitionen in die Infrastruktur. Vorrangig sind Modernisierungen am Elisabeth-Krankenhaus Kassel vorgesehen, insbesondere in den OP-Sälen und der Zentralen Notaufnahme. Das Marien-Krankenhaus wurde 2024 bereits mit einem ambulanten OP-Bereich erweitert.

Für die rund 1300 Beschäftigten an allen drei Standorten ergeben sich zunächst keine Veränderungen. Schrittweise soll eine gemeinsame Unternehmenskultur entstehen, auch durch die Zusammenführung der Verwaltungsbereiche. Eine Schließung einzelner Standorte ist laut Geschäftsführung nicht vorgesehen. Ziel sei es, die besten Ideen aus den Einrichtungen zusammenzuführen und den Klinikverbund nachhaltig zu stärken.

Quelle:
hna.de

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