DRG-Kodierung 2026 für Viszeralchirurgie
Die DGAV hat für 2026 mehrere ICD-10-GM- und OPS-Änderungen durchgesetzt, damit die Allgemein- und Viszeralchirurgie im G-DRG-System präziser und leistungsgerechter abgebildet wird…
- MD
Die DGAV hat für das Vorschlagsverfahren 2026 zahlreiche Änderungen an ICD-10-GM und OPS umgesetzt. Sie will damit chirurgische Leistungen in der Allgemein- und Viszeralchirurgie im G-DRG-System präziser und leistungsgerechter abbilden. Für Krankenhäuser ist das relevant, weil die Änderungen Dokumentation, Kodierung und in Teilen auch die Abrechnungslogik konkreter machen.
Neu sind unter anderem ein spezifischer ICD-Kode für das maligne Melanom der Perianalhaut und ein eigener OPS-Kode für die intraoperative Autofluoreszenz zur Darstellung der Nebenschilddrüsen. Bei Prozeduren an paarigen Organen entfällt das Zusatzkennzeichen „B“ für beidseitige Eingriffe. Künftig müssen Kliniken rechte und linke Seite getrennt mit „R“ und „L“ sowie dem jeweiligen OP-Datum kodieren.
Stark überarbeitet wurde die OPS-Kodierung bei Zwerchfellhernien. Sie unterscheidet jetzt Primär- und Rezidiveingriffe, Materialarten und Zugangswege. Bei der Hemi-Fundoplicatio müssen Kliniken den Hiatusverschluss nun gesondert kodieren. Auch für sonstige Revisionen nach Magenoperationen gibt es künftig eine eigene Kategorie.
Bei Narbenhernien setzt die DGAV das TAR-Verfahren den Kodes der Komponentenseparation gleich. Die gewünschte Differenzierung der Defektbreite in W1 bis W3 wurde für 2026 aber noch nicht umgesetzt und soll 2027 erneut beantragt werden. Zusätzlich werden Kolonresektionen und atypische Leberresektionen künftig differenzierter kodierbar.
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