Drohende Insolvenz abgewendet: UKHD übernimmt Klinik Salem

Das Universitätsklinikum Heidelberg übernimmt die Klinik Salem zum 1. Juli 2026, sichert knapp 500 Arbeitsplätze und führt die Kernversorgung in Chirurgie, Innere Medizin, Urologie, Anästhesie und Radiologie weiter…

30. Juni 2026
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Zum 1. Juli 2026 wird die Klinik Salem offiziell Teil des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD). Die Übernahme verhindert eine drohende Insolvenz und sichert knapp 500 Arbeitsplätze.

Die Fachbereiche Chirurgie, Innere Medizin, Urologie, Anästhesie und Intensivmedizin sowie Radiologie werden weitergeführt. Das UKHD plant, am Standort Salem schrittweise eine Medizinstrategie umzusetzen, die universitätsmedizinische Leistungen auch Patienten zugänglich macht, die keine komplexe Klinikinfrastruktur benötigen. Details befinden sich noch in Planung.

Mit der Übernahme entfallen zwei Bereiche. Die zentrale Notaufnahme schließt zum 30. Juni 2026, da der Gesetzgeber die Notfallversorgung an einem Krankenhausstandort zu zentralisieren vorschreibt. Das UKHD deckt diese Versorgung über den Campus Neuenheimer Feld, die Orthopädie Schlierbach und die Thoraxklinik Rohrbach ab. Gynäkologie und Geburtshilfe werden ebenfalls eingestellt, da die Leistungsfähigkeit am Klinikum Salem wirtschaftlich nicht tragfähig war. Die Universitäts-Frauenklinik auf dem Campus Im Neuenheimer Feld übernimmt diese Versorgung.

Die Villa Menge bleibt medizinisch genutzt. Die Psychosomatik der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Psychosomatik und Psychotherapie soll dort mit erweitertem Leistungsportfolio und zusätzlichen Kapazitäten einziehen. Die Planungen laufen noch.

Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel dankte den Mitarbeitenden sowie den Partnern der Evangelischen Stadtmission und der Insolvenzverwaltung für die konstruktive Zusammenarbeit.

Quelle:
klinikum.uni-heidelberg.de

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