DStGB fordert Klimaanlagen für Kliniken: Investitionsbedarf von mindestens 20 Milliarden Euro

Aktuelle Hitzewellen machen deutlich, wie dringend Krankenhäuser und Pflegeheime Klimaanlagen brauchen. Der DStGB beziffert den Investitionsbedarf auf mindestens 20 Milliarden Euro…

14. August 2026
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Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) fordert angesichts anhaltender Hitzewellen eine bessere klimatische Ausstattung von Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen. DStGB-Präsident Ralph Spiegler beziffert den Investitionsbedarf auf mindestens 20 Milliarden Euro und betont, dass Klimaanlagen sowohl für Patienten als auch für das Klinikpersonal notwendig seien.

Hintergrund sind die Extremtemperaturen der vergangenen Monate. Laut EU-Klimadienst Copernicus war Westeuropa in den Monaten Juni und Juli 2026 so heiß wie nie zuvor. Die Durchschnittstemperatur lag mit 21,62 Grad um 2,79 Grad über dem langjährigen Mittelwert der Jahre 1991 bis 2020. Bereits der Juni war der heißeste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen.

Das Robert Koch-Institut registrierte allein zwischen dem 22. und 28. Juni 9.600 hitzebedingte Sterbefälle. In Deutschland lagen die Temperaturen in diesem Zeitraum vielerorts bei rund 40 Grad.

Auch Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft, hatte Mitte Juli zusätzliche Mittel für die Kühlung von Kliniken gefordert. Er beschrieb die aktuelle Lage als Improvisation. Viele Häuser behelften sich mit Verschattung, Ventilatoren und Kühlakkus, weil Mittel für Klimaanlagen fehlten.

Für das bevorstehende Wochenende erwartet der Deutsche Wetterdienst eine weitere, vergleichsweise kurze Hitzewelle.

Quelle:
zeit.de

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