EHDS braucht valide medizinische Informationen und klare Patientennutzen-Fokussierung
Die AWMF verlangt hohe Datenqualität im EHDS und lehnt irrelevante Datensätze ab. Der Nutzen für Patientinnen und Patienten soll klar im Mittelpunkt stehen…
- Data und KI
Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) betont, dass der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS) nur mit verlässlichen Informationen funktionieren kann. Ärztinnen und Ärzte sehen Potenzial für Forschung und Versorgung, jedoch bestehen Hürden bei der europaweiten Interoperabilität. Vorrang sollen strukturierte Daten aus Primärkategorien wie elektronischen Patientenakten, Laborbefunden oder Entlassdokumenten haben. Die AWMF warnt davor, Abrechnungsdaten zu integrieren, da sie keinen Beitrag zur medizinischen Behandlung leisten. Beobachtungsstudien könnten laut Rolf-Detlef Treede künftig stärker zur Leitlinienentwicklung beitragen. Dafür müssten Verzerrungen in Registerdaten konsequent reduziert werden. Vertreterinnen und Vertreter der BAG Selbsthilfe mahnen an, die Perspektive der Patientinnen und Patienten einzubeziehen. Der individuelle Nutzen und unterschiedliche Versorgungswege in europäischen Ländern sollen bei der Umsetzung eine zentrale Rolle spielen.
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