Eigenkapitallücke gefährdet Zukunft des Kreiskrankenhauses Demmin
Das Kreiskrankenhaus Demmin schreibt weiter Verluste. Der Kreis plant, das Defizit mit Haushaltsmitteln auszugleichen…
- Ökonomie
Das Kreiskrankenhaus Demmin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte steht weiterhin unter finanziellen Druck. Nach bereits gewährten Krediten von 16 Millionen Euro fehlt der Einrichtung weiteres Eigenkapital. Für das kommende Jahr rechnet die Klinik mit einem Minus von 3,6 Millionen Euro. Der Landkreis will diese Summe nun aus eigenen Haushaltsmitteln bereitstellen.
Landrat Thomas Müller (CDU) lehnt eine Schließung defizitärer Bereiche ab. Chirurgie, Pädiatrie und Gynäkologie verursachen hohe Verluste, doch die medizinische Grundversorgung solle erhalten bleiben. Eine Insolvenz sei laut Müller keine Lösung. Um die finanzielle Belastung zu mindern, sollen die Kreditzinsen auf drei Prozent gesenkt werden.
Erst im Vorjahr war ein Neubau eröffnet worden, der vor allem die Geburtsstation modernisierte und rund 25 Millionen Euro kostete. 2025 kamen dort bereits mehr als 300 Kinder zur Welt. Sollte der Kreistag dem Vorschlag des Landrates zustimmen, könnte eine mögliche Insolvenzprüfung 2026 abgewendet werden.
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