Ein KI-System beschleunigt die Strahlentherapie am St. Franziskus-Hospital in Flensburg

Das St. Franziskus-Hospital in Flensburg ist das erste Krankenhaus in Schleswig-Holstein, das ein KI-gestütztes System in der Strahlentherapie einsetzt. Dank einer Spende von 22.650 Euro profitieren Fachkräfte und Patientinnen und Patienten gleichermaßen…

8. September 2025
  • Data und KI
  • Medizin

Das St. Franziskus-Hospital in Flensburg nutzt seit eineinhalb Monaten eine Software zur automatischen Konturierung in der Strahlentherapie. Dieses Verfahren beschleunigt die Behandlungsplanung und erhöht die Präzision der Bestrahlung. Der Förderverein Flensburger Kliniken stellte dafür 22.650 Euro bereit. Es handelt sich um das erste System dieser Art in Schleswig-Holstein.

Laut dem Chefarzt der Strahlentherapie, Dr. Justus Domschikowski, können damit täglich sechs bis neun Patientinnen und Patienten behandelt werden. Die Software übernimmt Aufgaben, die zuvor mehrere Stunden in Anspruch nahmen. Dadurch werden medizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten entlastet und können in anderen Bereichen eingesetzt werden. Prof. Stephan Timm, der Ärztliche Direktor, betonte die Bedeutung dieser Investition für die Versorgung.

Das System wird an den zwei Linearbeschleunigern des Hauses eingesetzt. Diese Geräte sind sehr kostenintensiv und müssen in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Das Projekt wird maßgeblich durch Spenden lokaler Unternehmen getragen. Die Vertreter des Fördervereins sehen darin einen deutlichen Mehrwert für die onkologische Versorgung in Flensburg.

Quelle:
shz.de

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