Elbe-Elster-Klinikum: Landrat und Interimsgeschäftsführer besuchen alle drei Standorte und schließen Privatisierung aus
Landrat Marcel Schmidt und Interimsgeschäftsführer Mirko Papenfuß informierten Beschäftigte des Elbe-Elster-Klinikums an drei Standorten über wirtschaftlichen Handlungsbedarf und schlossen eine Privatisierung aus…
- Politik
- Ökonomie
Das Elbe-Elster-Klinikum steht unter wirtschaftlichem Druck. Externe Berater von Forvis Mazars haben gewarnt, dass die aktuelle Ertragslage die Vermögensrücklage des Klinikums weiter aufzehrt, wenn nicht gegengesteuert wird. Landrat Marcel Schmidt und Interimsgeschäftsführer Mirko Papenfuß nutzten Mitarbeiterversammlungen am 11., 12. und 13. August in Herzberg, Elsterwerda und Finsterwalde, um die Belegschaft direkt zu informieren.
Auslöser für den Geschäftsführerwechsel war der Vertrauensverlust zwischen der bisherigen Geschäftsführung und dem Gesellschafter. Papenfuß übernimmt ausdrücklich als Interimslösung. Die reguläre Ausschreibung der Position wird parallel vorbereitet.
Als konkreten Ansatzpunkt für Einsparungen nannte Papenfuß die derzeit hohen Ausgaben für Honorarkräfte. Einen Plan für Personalabbau oder Entlassungen gibt es laut Schmidt und Papenfuß nicht. Eine Privatisierung oder einen Verkauf an die Sana Kliniken AG schlossen beide ausdrücklich aus. Die berufliche Verbindung von Papenfuß zu Sana war in den Versammlungen ein explizit angesprochenes Thema.
Grundlage für die weitere Strukturplanung bleibt der Kreistagsbeschluss vom 7. April 2025. Er sieht einen zentralen Klinikneubau, die Umwandlung der bestehenden Standorte zu Gesundheitszentren sowie eine Alternativvariante vor. Nach ersten Gesprächen im zuständigen Ministerium sieht Schmidt grundsätzlich Möglichkeiten, Investitionen förderfähig zu gestalten. Weitere Mitarbeiterinformationen sind geplant.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.