Elektronischer Medikationsplan startet: 90 Prozent der Versicherten begrüßen die neue ePA-Funktion

Der elektronische Medikationsplan startete ab dem 14. Juli 2026 in der Pilotphase. 90 Prozent der gesetzlich Versicherten begrüßen die neue ePA-Funktion, doch in Arztpraxen bleibt die ePA kaum Thema…

15. Juli 2026
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Seit dem 14. Juli 2026 wird der elektronische Medikationsplan schrittweise in mehreren Modellregionen eingeführt. Der vollständige Rollout bei den Leistungserbringern soll bis Herbst 2026 abgeschlossen sein. Eine Forsa-Befragung im Auftrag des AOK-Bundesverbandes mit 8.522 gesetzlich Krankenversicherten zeigt breite Zustimmung. 90 Prozent bewerten die neue Funktion positiv, nur fünf Prozent lehnen sie ab.

Besonders hoch bewertet werden der verbesserte Überblick für Ärztinnen und Ärzte über die Medikation (90 Prozent), der Einblick in Dosierungen (89 Prozent) sowie die Unterstützung bei der Vermeidung gefährlicher Wechselwirkungen (88 Prozent). Den möglichen Apothekerzugang befürworten 80 Prozent. 85 Prozent sehen einen Sicherheitsgewinn, wenn pflegende Angehörige bei der Medikamenteneinnahme helfen.

Anspruch auf einen Medikationsplan haben Patientinnen und Patienten mit mindestens drei ärztlich verordneten Medikamenten. Das betrifft 36 Prozent der Befragten. Bei den über 60-Jährigen liegt dieser Anteil bei 60 Prozent. Nur ein Prozent der ePA-Nutzenden plant, dem elektronischen Medikationsplan zu widersprechen.

Trotz der seit dem 1. Oktober 2025 geltenden Befüllungspflicht geben 81 Prozent der Befragten mit Arztbesuch im laufenden Jahr an, dass die ePA in der Praxis kein Thema war. Der Informationsstand hat sich gegenüber der Vorgängerbefragung aus dem Sommer 2025 kaum verbessert. 47 Prozent fühlen sich gut informiert, 51 Prozent nicht. AOK-Vorständin Dr. Carola Reimann bezeichnete die Ergebnisse als ernüchternd. Den Zugang erleichtert die AOK bereits über die Nect Wallet App. Die geplante europäische EUDI-Wallet könne ab 2027 zusätzliche Anreize schaffen.

Quelle:
aok.de

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