Ermittlungen beendet, Sanierungskurs bei Vivantes bestätigt
Der Vivantes-Konzern schließt alte Compliance-Vorwürfe ab und erhält Entlastung für die Geschäftsführung. Parallel erreicht die Sanierung wichtige Etappen und setzt auf Wachstum…
- Ökonomie
Der Berliner Krankenhauskonzern Vivantes hat Compliance-Vorwürfe aus dem Jahr 2022 abschließend aufgearbeitet. Ein Verdacht auf Bestechlichkeit im Baubereich bestätigte sich nicht. Die Staatsanwaltschaft stellte ein Ermittlungsverfahren gegen einen ehemaligen Mitarbeiter bereits im Sommer 2025 ein. Externe Kanzleien prüften zudem Hinweise zu Vergaben umfassend. Die Gesellschafterversammlung entlastete daraufhin die Geschäftsführung formal.
Im Zuge der Aufarbeitung strukturierte Vivantes zentrale Bereiche neu. Die Zentrale Vergabestelle ist nun klar vom Baubereich getrennt. Zusätzliche Prüfungen durch Rechtsabteilung und Vergabestelle wurden eingeführt. Auch die Compliance-Abteilung erhielt eine vollständige personelle Neuaufstellung. Weitere anonyme Hinweise aus dem Jahr 2024 gelten ebenfalls als erledigt.
Parallel kommt die wirtschaftliche Sanierung voran. Der Aufsichtsrat billigte den Wirtschaftsplan 2026. Der Umsatz soll erstmals über zwei Milliarden Euro steigen. Nach einem Defizit von 146 Millionen Euro im Jahr 2024 verfolgt Vivantes weiter das Ziel, den Fehlbetrag bis 2029 deutlich zu senken. Nach eigenen Angaben wurden die Etappenziele der vergangenen zwei Jahre erreicht.
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