60 Prozent der Notaufnahmen melden ‚Exit Block‘: Bettenmangel blockiert Versorgungskette

Die 3. DGINA-Blitzumfrage zeigt, dass 60,6 Prozent der Notaufnahmen Exit Block melden, 63,1 Prozent berichten über unbesetzte Stellen und abgemeldete Häuser werden weiter zugewiesen…

25. September 2026
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Die 3. DGINA-Blitzumfrage vom Belegungsstichtag 2. Juni 2026 dokumentiert eine anhaltend hohe Belastung der Zentralen Notaufnahmen in Deutschland. 271 Einrichtungen aus allen 16 Bundesländern nahmen teil, darunter 82 Basisnotfallversorger, 105 erweiterte Notfallversorger und 84 umfassende Notfallversorger. Die teilnehmenden Häuser verzeichneten 2025 zusammen 8.521.888 Notfallpatientenkontakte; der Median lag bei 30.000 Kontakten pro Jahr.

45,0 Prozent der Notaufnahmen meldeten für den Erhebungstag ein Overcrowding der Level 4 bis 6, 13,7 Prozent ein schwerwiegendes oder gefährliches Overcrowding (Level 5 bis 6). Bei 60,6 Prozent der auswertbaren Angaben (n=269) lag ein Exit Block vor; häufigster Grund war die verzögerte Abverlegung auf die Normalstation wegen Bettenmangels (60,9 Prozent).

32,1 Prozent der Häuser meldeten eine Kapazitätserschöpfung an die Integrierte Leitstelle. Von diesen wurden 79,1 Prozent (n=86) dennoch weiter mit Notfallpatienten belegt. Bei Häusern ohne Abmeldung gaben 29,3 Prozent (53 von 181) an, eine interne Nicht-Abmeldeanweisung zu haben.

63,1 Prozent berichten unbesetzte Stellen im ärztlichen Dienst oder in der Pflege, 65,7 Prozent akute Krankheitsausfälle. Nur 31,8 Prozent halten die pflegerische und ebenso 31,8 Prozent die ärztliche Personalausstattung für ausreichend (jeweils n=267). Besonders betroffen sind umfassende Notfallversorger: 61,9 Prozent melden Overcrowding, 77,4 Prozent einen Exit Block.

49,4 Prozent der Befragten (n=269) berichten, dass die Belastung durch Overcrowding und Exit Block in den vergangenen zwölf Monaten zugenommen hat. Die DGINA sieht den Bedarf an stabilen Personalstrukturen und strukturellen Maßnahmen gegen Exit Block und Überlastung.

Siehe auch frontal: „Notaufnahmen vor dem Kollaps: Was läuft schief im System?„

Quelle:
dgina.de

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