Experten fordern Verpflegungsstandards gegen Mangelernährung in Krankenhäusern
Mangelernährung in deutschen Krankenhäusern betrifft bis zu 30 Prozent der Patienten, erhöht die Komplikationsrate drastisch und könnte durch bessere Ernährungstherapien und Verpflegungsstandards jährlich 55.000 Todesfälle und Milliardenkosten verhindern.
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Die Mangelernährung in deutschen Kliniken betrifft laut Experten der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin bis zu 30 Prozent der Patientinnen und Patienten, darunter auch Kinder und Jugendliche. Diese Unterversorgung erhöht die Komplikationsrate und Infektionsanfälligkeit erheblich und führt jährlich zu etwa 55.000 vermeidbaren Todesfällen. Neben gesundheitlichen Schäden verlängert sich auch die durchschnittliche Verweildauer betroffener Patienten um bis zu 40 Prozent, was die Gesamtkosten für das Gesundheitssystem erhöht. Als Hauptursachen werden ein Mangel an Ernährungsteams und unzureichende Budgets für Mahlzeiten genannt – aktuell stehen pro Patient nur fünf bis sechs Euro täglich zur Verfügung. Experten fordern deshalb verbindliche Verpflegungsstandards und eine finanzielle Grundlage zur besseren Umsetzung individueller Ernährungstherapien, die langfristig Leben retten und Kosten reduzieren könnten…
hna.de
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