Fachkräfte legen Agenda für sektorenübergreifende Pflege vor

Ein breit abgestütztes Positionspapier skizziert einen verbindlichen Reformrahmen für die Pflege und adressiert strukturelle Brüche, Führungsdefizite und digitale Lücken im Versorgungssystem…

18. Februar 2026
  • Pflege
  • Politik

Rund 60 Fach- und Führungskräfte aus Pflegepraxis, Management, Politik, Wissenschaft und Industrie haben in Berlin einen priorisierten Reformfahrplan für die pflegerische Versorgung vorgelegt. Das Positionspapier richtet sich mit klar definierten Handlungsaufträgen an Politik, Selbstverwaltung und Träger.

Im Mittelpunkt stehen bundesweit verbindliche Pflege- und Übergangspfade sowie eine strukturell abgesicherte Finanzierung von Case- und Entlassmanagement. Darüber hinaus plädieren die Beteiligten für eine konsequentere Einbindung rehabilitativer Leistungen und für Finanzierungsmodelle, die sektorale Grenzen systematisch überwinden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einer national abgestimmten Personalstrategie. Ziel ist es, Fachkräfte zu gewinnen, langfristig zu binden und qualifikationsgerecht einzusetzen. Führung im Pflegemanagement wird dabei als eigenständige Steuerungsaufgabe verstanden, die Zeit, Entscheidungskompetenz und ein klares Mandat erfordert.

Digitalisierung wird nicht als Selbstzweck definiert, sondern an Versorgungsprozessen und Outcomes ausgerichtet. Vorgesehen sind standardisierte Entlasspfade, regional organisierte Versorgungsnetzwerke mit budgetärer Verantwortung sowie eine verbesserte Nutzung von Gesundheitsdaten. Herausgeber des Reformfahrplans ist der Bundesverband Pflegemanagement.

Quelle:
bibliomed-pflege.de

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