Finanzkrise in Bayerns Kliniken: 80 Prozent erwarten Defizite
Immer mehr Kliniken in Bayern kämpfen mit hohen Kosten und sinkenden Erlösen, die zu Insolvenzen und Schließungen führen, während eine echte Krankenhausreform, die die dringend notwendige Entlastung bringen würde, auf sich warten lässt.
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Die wirtschaftliche Lage vieler Kliniken in Bayern hat sich dramatisch verschlechtert. Von den 352 Krankenhäusern im Freistaat erwartet laut der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) in diesem Jahr rund 80 Prozent ein Defizit. Die Gründe dafür liegen unter anderem in den gestiegenen Sach- und Personalkosten sowie dem Wegfall von Corona-Hilfen. Seit 2022 haben sechs Kliniken in Bayern Insolvenz angemeldet, während bundesweit 43 Krankenhäuser geschlossen wurden. Besonders betroffen sind kleinere Kliniken in ländlichen Regionen, die aufgrund sinkender Patientenzahlen und finanzieller Schwierigkeiten ums Überleben kämpfen. Die geplante Krankenhausreform zielt darauf ab, diese Entwicklungen zu stoppen, indem Vorhaltepauschalen eingeführt werden und der wirtschaftliche Druck auf die Krankenhäuser verringert wird…
merkur.de
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