Springerpools werfen Gerechtigkeitsfragen zwischen Poolbeschäftigten und Stationsteams auf
Eine IAT-Studie am Alfried Krupp Krankenhaus Essen zeigt, dass Springerpools nur funktionieren, wenn Verteilungsregeln transparent sind und Poolbeschäftigte verlässliche Arbeitszeiten erhalten…
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Springerpools in Krankenhäusern können Personalausfälle abfedern, werfen aber Gerechtigkeitsfragen zwischen Poolbeschäftigten und Stationsteams auf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule, die gemeinsam mit dem Alfried Krupp Krankenhaus (AKK) Essen durchgeführt wurde.
Für Poolbeschäftigte sind verlässliche Dienstpläne, Wunscharbeitszeiten und die Vereinbarkeit mit privaten Verpflichtungen die wichtigsten Anreize. Finanzielle Zulagen spielen eine untergeordnete Rolle. Gleichzeitig kritisieren Stationsbeschäftigte, dass sie Personalausfälle kompensieren müssen, wenn Poolkräfte nur eingeschränkt verfügbar sind. Die Verteilungsgerechtigkeit zwischen Stationen und Standorten wurde in der Befragung besonders kritisch bewertet.
Das IAT entwickelte deshalb gemeinsam mit Pflegedirektion, Betriebsrat und Beschäftigten konkrete Instrumente für mehr Transparenz. Am Standort Essen-Steele entstand ein Kaskadenmodell, in Essen-Rüttenscheid ein Prozessmodell zur Darstellung der Verteilungswege. Eine regelmäßig aktualisierte Ausleihstatistik macht sichtbar, wie Poolbeschäftigte auf Stationen verteilt werden.
Grundlage waren zwölf leitfadengestützte Interviews und eine schriftliche Befragung von 58 Beschäftigten im Sommer 2025. Die Ergebnisse sind im Working Paper Nr. 422 der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht. Das Projekt „Pflege:Pools“ lief von November 2024 bis Februar 2026 und wurde in der Förderlinie „Transformation“ der Hans-Böckler-Stiftung gefördert.
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