Fördermittel bleiben liegen: UKGM kommt bei Bau- und Technikprojekten nur langsam voran

Das UKGM hat 2023 und 2024 nur einen Teil der Landesmittel aus dem Zukunftspapier Plus eingesetzt. Zugleich wächst die Kritik am verpflichtenden Eigenanteil und an der ungleichen Investitionsförderung in Hessen…

13. April 2026
  • Ökonomie

Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg setzt die Mittel aus dem Zukunftspapier Plus bisher nur teilweise ein. Dadurch kommen wichtige Bau- und Technikprojekte langsamer voran, obwohl das Land seit 2023 stetig steigende Fördersummen bereitstellt. Das Zukunftspapier Plus sieht bis 2032 Investitionen von rund 850 Millionen Euro für beide Standorte vor.

Im Jahr 2023 stellte das Land 48,15 Millionen Euro bereit, wovon das UKGM lediglich 9.451.379 Euro verausgabte. Für 2024 nennt das Ministerium nach bisherigem Stand eine Summe von 18.232.548 Euro. Ein Zwischenverwendungsnachweis für das Jahr 2025 liegt derzeit noch nicht vor.

Das Klinikum brachte 2023 rund 5,5 Millionen Euro und 2024 etwa 7,1 Millionen Euro an Eigenmitteln ein. Ein wichtiges Vorhaben in Gießen ist das neue Zentrum für Chirurgische Medizin an der Frankfurter Straße. Die Kosten liegen aktuell bei 150 Millionen Euro. Ein Architekturbüro erstellt dazu eine Machbarkeitsstudie und das Land erwartet die Ergebnisse im vierten Quartal. Für das Kinderherzzentrum und die Kinderklinik setzte das UKGM bislang 0,69 Millionen Euro ein. Das Projekt soll im zweiten Quartal 2027 abgeschlossen sein. In die Generalsanierung der Alten Frauenklinik flossen bisher lediglich 120.000 Euro an Fördermitteln.

Klinikdirektoren, Professoren und die Rhön-Klinikum AG kritisieren vor allem den verpflichtenden Eigenanteil von einem Drittel. Sie verweisen auf das duale Finanzierungssystem sowie auf deutlich höhere Mittel für das Uniklinikum Frankfurt. Das hessische Universitätsklinikgesetz tritt am 31. Dezember 2028 außer Kraft.

Quelle:
giessener-anzeiger.de

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