Forscher warnt vor Verschiebung der Pflegekrise durch Anwerbeprogramme
Neue Studie zeigt, dass die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte den Notstand nur kurzfristig lindert…
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Eine wissenschaftliche Untersuchung des Soziologen Thomas Stieber zeigt, dass internationale Anwerbeprogramme keine nachhaltige Lösung für den Pflegenotstand bieten. In seiner seit 2018 laufenden Studie über eine deutsche Großklinik beschreibt er, wie wirtschaftlicher Druck und Fallpauschalen das Arbeitsumfeld massiv verändern. Durch Arbeitsverdichtung und Abwertung nichtmedizinischer Tätigkeiten entstünden soziale Spannungen. Viele Beschäftigte verließen die Pflege, während neue Fachkräfte unter schwierigen Bedingungen starteten. Stieber fordert eine Abkehr von der Ökonomisierung des Gesundheitswesens. Nur so könne eine stabile Personalstruktur entstehen. Die Arbeit wurde von der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und der Universität Göttingen ausgezeichnet.
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