Forschung mit Struktur: Onkologie-Daten jetzt einheitlich verfügbar

Das neue Onkologie-Modul des MII-Kerndatensatzes ermöglicht eine standardisierte Erfassung klinischer Krebsdaten. Damit wird die Forschung über mehrere Standorte hinweg erleichtert. Neben der TNM-Klassifikation und Therapieinformationen sind künftig auch organspezifische Module geplant. Die Daten helfen bei Studien und KI-gestützten Analysen.

20. Februar 2025
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Das neue Onkologie-Modul des Kerndatensatzes der Medizininformatik-Initiative (MII) ermöglicht eine standardisierte Erfassung und Nutzung onkologischer Patientendaten. Grundlage ist der onkologische Basisdatensatz (oBDS). Erfasst werden unter anderem Primärdiagnosen, Histologien, Therapieinformationen sowie krebsspezifische Klassifikationen wie TNM-Staging.

Die Erweiterung erleichtert standortübergreifende Forschungsprojekte. Bisher war die Suche nach Krebspatienten oft nur über Diagnosecodes möglich. Mit dem neuen Modul können gezielt detaillierte Behandlungs- und Verlaufsdaten analysiert werden. In der nächsten Ausbaustufe sollen organspezifische Module für Brust-, Prostata-, Darm- und Hautkrebs sowie weitere Klassifikationen ergänzt werden.

Das Modul entstand durch enge Zusammenarbeit verschiedener MII-Standorte, Krebsregister und Forschungsorganisationen. Es wird in den Datenintegrationszentren umgesetzt und unterstützt die Forschung durch einheitliche Datensätze. Dies ermöglicht präzisere Analysen, etwa zur Wirksamkeit von Therapien außerhalb klinischer Studien. Auch für KI-Anwendungen in der Medizin schafft die Standardisierung eine wichtige Grundlage.

Quelle:

medizininformatik-initiative.de


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