Fraunhofer entwickelt Assistenzsystem für bessere Herz-Nachsorge bei Frauen

Mit dem Projekt GenderHeart wollen Fraunhofer-Forschende die Nachsorge von Frauen nach Herzinfarkt oder Schlaganfall verbessern, Risiken früher erkennen und so weiteren Herzerkrankungen gezielter vorbeugen…

10. April 2026
  • Data und KI
  • Digitale Klinik

Forschende des Fraunhofer-Instituts wollen die Nachsorge von Frauen nach Herzinfarkt oder Schlaganfall gezielter verbessern. Das Projekt GenderHeart soll geschlechtsspezifische Risiken früher erfassen und so weiteren Herzerkrankungen vorbeugen. Hintergrund ist das höhere Sterberisiko von Frauen nach solchen Ereignissen.

Das Team am Fraunhofer IPA entwickelt dafür ein interaktives Assistenzsystem. Es baut auf der digitalisierten Aufnahmestation TEDIAS auf, die einen Avatar für die Anamnese nutzt und gleichzeitig Vitalparameter erfasst. Der Sessel misst Blutdruck, Atemfrequenz und EKG bereits vor dem Arztgespräch.

Im Projekt richtet das Team die digitale Anamnese gezielt auf kardiovaskuläre Erkrankungen aus. Ein KI-basierter Algorithmus soll eine individuelle Risikoeinschätzung und Therapieempfehlung für die jeweilige Patientin ermöglichen. Dabei berücksichtigt das System auch den Behandlungsverlauf, das Erreichen von Behandlungszielen, den Hormonstatus und geschlechtsspezifische Faktoren.

Ergänzend planen die Projektpartner ein Sprachanalyse-Tool. Patientinnen sollen ihre Stimme zu Hause über sechs Monate täglich per App aufzeichnen. Auffälligkeiten sollen früh sichtbar werden und bei regelmäßigen Kontrollen mit TEDIAS in die Risikobewertung einfließen. GenderHeart startet im Frühling 2026, läuft drei Jahre und beteiligt neben dem Fraunhofer IPA die Zana Technologies GmbH sowie das Universitätsklinikum Mannheim. Langfristig soll die spezialisierte Aufnahmestation in der Notaufnahme den Klinikalltag entlasten.

Quelle:
e-health-com.de

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