Fraunhofer ITWM forscht an KI-Modellen für die Sporttherapie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
Das EU-Projekt RELEVIUM nutzt Smartwatches, eine App und KI-Algorithmen, um die Lebensqualität von Patienten mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs durch personalisierte Behandlungspläne zu verbessern…
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Digitale Lösungen und KI sollen die Palliativ- und Supportivversorgung von Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs verbessern. Das EU-Projekt RELEVIUM setzt auf personalisierte Behandlungspläne, die Ernährung, körperliche Aktivität und Schmerzbehandlung mit einer Chemotherapie verbinden. Die Projektpartner gehen davon aus, dass dies die Lebensqualität erheblich verbessern kann.
Ambulant versorgte Patienten erhalten Smartwatches mit Sensoren und eine Smartphone-App. Die Geräte erfassen Schmerzempfinden, Ernährung und körperliche Aktivität. Algorithmen schlagen dem ärztlichen Fachpersonal auf dieser Basis individuelle Interventionen vor, die Patienten anschließend in der App sehen. Wearables zeichnen absolvierte Trainingseinheiten auf.
Forschende des Fraunhofer ITWM steuern Ausdauer- und Krafttraining verlaufsbasiert mit KI-Modellen, die wissensbasierte Algorithmen und erklärbare Künstliche Intelligenz (XAI) nutzen. Die Sportmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz überwacht die Vorschläge, während das Feedback die Workouts automatisch anpasst. Scherrer zufolge berichten Betroffene durch angepasste Aktivität von mehr Kraft im Alltag und weniger Erschöpfung. Die Anpassung lasse sich auch auf Ernährung sowie Schmerz- und Stressmanagement übertragen.
Aus den Daten leiten die Projektpartner Modelle ab, die den Krankheitsverlauf vorhersagen. Die Daten dienen als Input für medizinische Modelle und Interventionen. Ein Dashboard fasst Indikatoren für Erkrankte und Ärzte zusammen und soll frühzeitig vor einer Verschlechterung der Lebensqualität warnen. Die Tools dienen nur der Entscheidungsunterstützung, die Maßnahmen liegen bei den Gesundheitsexperten.
Eine multizentrische, randomisierte klinische Studie mit rund 50 Probanden prüft die Wirksamkeit. Körperliche Aktivität, Ernährung und Schmerzmanagement werden alle ein bis zwei Wochen aus der Ferne angepasst. Geprüft werden unter anderem Kostenwirksamkeit, Chancengleichheit und die Stressbelastung der Familien in verschiedenen europäischen Ländern.
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