Frei kündigt Einschnitte im Gesundheitssystem an
Kanzleramtschef Thorsten Frei stellt die Bevölkerung auf Leistungskürzungen im Gesundheitssystem ein und verweist auf internationale Vergleiche sowie steigenden Kostendruck…
- Politik
Thorsten Frei sieht im deutschen Gesundheitssystem erheblichen Reformbedarf. Gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland erklärte er, dass nicht alle Leistungen dauerhaft finanzierbar seien. Leistungskürzungen würden nach seiner Einschätzung nicht zu einer schlechteren Gesundheit der Bevölkerung führen. Frei verwies darauf, dass Deutschland weltweit eines der teuersten Systeme habe, ohne überdurchschnittliche Gesundheitswerte zu erreichen. Als Vergleich nannte er Frankreich, wo Arztkontakte seltener seien. Zudem sprach sich Frei für eine stärkere Steuerung über Hausärztinnen und Hausärzte aus, um Facharztbesuche gezielter zu lenken.
Auch die Pflegeversicherung bezeichnete er als zentrale Herausforderung. Der hohe Anteil häuslicher Pflege werde perspektivisch sinken, stationäre Versorgung nehme zu. Parallel dazu setzt die Bundesregierung auf Sparmaßnahmen im Klinikbereich. Weitere Schritte könnten höhere Zuzahlungen betreffen, wie sie Gesundheitsministerin Nina Warken ins Gespräch brachte. Trotz Zusagen von Bundeskanzler Friedrich Merz kündigen Krankenkassen Beitragserhöhungen an.
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