Leistungsgruppen-Zuweisung ungewiss – Kreisklinik Wolfratshausen erfüllt alle Vorgaben der Krankenhausreform
Die Kreisklinik Wolfratshausen hat 365 Unterlagen eingereicht, Personal eingestellt und 18 Kooperationen geschlossen. Welche Leistungsgruppen der Freistaat ihr bis Ende Dezember zuteilt, ist offen…
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Die Kreisklinik Wolfratshausen hat umfangreiche Vorleistungen für die Krankenhausreform erbracht, ohne Klarheit darüber zu haben, welche Leistungsgruppen ihr der Freistaat Bayern bis Ende Dezember 2026 zuweist. Geschäftsführer Ingo Kühn berichtete beim Besuch von Bundestagsabgeordnetem Karl Bär (Grüne), dass die Klinik 365 Unterlagen eingereicht, 18 Kooperationen mit anderen Krankenhäusern geschlossen und alle Pflegestellen besetzt hat, teils durch gezieltes Anwerben im Ausland.
Die Klinik mit 160 Betten und 534 Mitarbeitern arbeitet zudem an einem Endoprothetik-Zentrum und bietet Telemedizin, etwa in der Neurologie, an. Erhält sie trotz erfüllter Voraussetzungen bestimmte Leistungsgruppen nicht zugesprochen, dürfte sie diese weder erbringen noch abrechnen. Kühn erklärte, die Klinik müsste in diesem Fall bereits getätigte Investitionen in Personal und Ausstattung rückabwickeln.
Landrat Ludwig Schmid betonte, dass der Landkreis Verluste ausgleiche, sich aber eine aktive Krankenhausplanung wünsche. Ärztlicher Direktor Dr. Stefan Schmidbauer verwies auf kontinuierlich steigende Patientenzahlen seit der Pandemie und eine gesunkene Verweildauer von zehn auf 4,4 Tage. Die Vollklimatisierung des 60 Jahre alten Gebäudes schätzt Kühn auf mehrere Millionen Euro und hält sie ohne Bundesmittel für nicht finanzierbar. Zahlreiche Geräte wurden bereits durch den Förderverein der Klinik finanziert.
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