Freistaat Sachsen finanziert zwei UKL-Großprojekte mit 172 Millionen Euro

Das Uniklinikum Leipzig plant 20 Bauvorhaben bis 2040 mit einem Gesamtinvestitionsbedarf von einer Milliarde Euro. Zwei Großprojekte laufen, für den Rest fehlen Finanzierungszusagen…

11. September 2026
  • Ökonomie

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) hat einen aktualisierten Masterplan vorgelegt, der 20 Bauvorhaben bis 2040 mit einem Gesamtinvestitionsbedarf von einer Milliarde Euro vorsieht. Der Betrag umfasst neben Baukosten auch IT-Strukturen und Medizintechnik. Für den Großteil der Projekte stehen Finanzierungszusagen des Freistaats Sachsen noch aus.

Konkret finanziert sind der zweite Bauabschnitt von Haus 7 mit Schwerpunkt Krebsmedizin sowie der Neubau der Klinik für Nuklearmedizin. Der Freistaat investiert in beide Gebäude 172 Millionen Euro. Haus 7 umfasst 9.600 Quadratmeter Nutzfläche, beherbergt künftig unter anderem die Klinik für Strahlentherapie und soll 2030 in Betrieb gehen. Die Grundsteinlegung ist für den 1. Oktober geplant. Der halb unterirdische Nuklearmedizin-Neubau mit 1.155 Quadratmetern soll bereits 2028 fertiggestellt sein.

Eine strukturelle Herausforderung bleibt die beengte Lage des Campus, da das UKL seit Jahrzehnten im laufenden Betrieb baut. Der Masterplan sieht deshalb eine schrittweise Flächenausweitung auf Grundstücke zwischen Paul-List-Straße und Philipp-Rosenthal-Straße vor, wo Labordiagnostik und Ambulanzen zusammengeführt werden sollen. Auch diese Finanzierung ist noch offen.

Weitere Vorhaben betreffen die Erweiterung der Energiezentrale sowie einen Forschungs- und Transferhub zur Wirkstoffentwicklung, gefördert mit 50 Millionen Euro aus dem europäischen Fonds für einen gerechten Übergang, mit Platz für über 200 wissenschaftliche Mitarbeitende. Der Umbau der Zentralen Notaufnahme wird im Dezember abgeschlossen.

Quelle:
kma-online.de

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