Frühgeborenenversorgung in Suhl künftig ohne höchste Versorgungsstufe
Die Neonatologie in Suhl verliert den Level-1-Status wegen zu geringer Fallzahlen. Das Klinikum setzt die Versorgung auf Level 2 fort und plant eine langfristige Sicherung…
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Die Frühgeborenenstation am SRH-Klinikum Suhl wird ab 2026 nicht mehr als Perinatalzentrum Level 1 geführt. Hintergrund sind bundesrechtliche Mindestvorgaben. Diese verlangen jährlich mindestens 25 Behandlungen extrem kleiner Frühgeborener unter 1.250 Gramm. In Suhl lag die Fallzahl zuletzt deutlich darunter.
Das Thüringer Gesundheitsministerium betont, dass sich die Entscheidung ausschließlich auf die hochspezialisierte Versorgung dieser extremen Frühgeburten bezieht. Die reguläre Geburtshilfe und die neonatologische Betreuung ohne besondere Risikokonstellationen bleiben am Standort erhalten.
Das Klinikum führt das Perinatalzentrum Level 2 zunächst für zwei Jahre weiter. Damit können weiterhin Frühgeborene ab 1.250 Gramm versorgt werden. Das Land plant eine Förderung, um diese Struktur langfristig zu sichern. Die entsprechenden Anträge sollen bis 2028 umgesetzt werden.
Kommunalpolitik und Klinik sehen die Rückstufung kritisch. Zugleich begrüßen sie die Zusage des Landes, die Neonatologie in Suhl strukturell zu stärken. Thüringen verfügt künftig nur noch in Erfurt und Jena über Level-1-Zentren.
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