Fünf Jahre DiGA: Verband zieht positive Bilanz und fordert bessere Rahmenbedingungen

Der SVDGV zieht fünf Jahre nach Einführung der DiGA eine positive Bilanz, verweist auf starkes Wachstum und fordert zugleich einfachere Zugänge, weniger Bürokratie und bessere europäische Regeln für digitale Therapien…

1. April 2026
  • Data und KI

Der dritte DiGA-Report des SVDGV beschreibt digitale Gesundheitsanwendungen fünf Jahre nach ihrer Einführung als fest etablierten Teil der Versorgung. Der Verband meldet bis zum 31. Dezember 2025 rund 1,6 Millionen eingelöste Freischaltcodes. Zum Veröffentlichungszeitpunkt rechnet er bereits mit mehr als 1,7 Millionen versorgten Patient:innen. Zugleich verbindet der SVDGV diese Bilanz mit der Forderung nach besseren regulatorischen Rahmenbedingungen.

Für 2025 nennt der Report rund 690.000 eingelöste Freischaltcodes. Das entspreche einem Wachstum von 64 Prozent gegenüber 2024. Im Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte standen zum Stichtag 31. Dezember 2025 insgesamt 58 DiGA. Davon waren 48 dauerhaft und zehn vorläufig gelistet. 34 von zunächst 50 vorläufig aufgenommenen DiGA erreichten nach Angaben des Verbands eine dauerhafte Listung.

Der SVDGV bewertet DiGA als evidenzbasierte Therapieoption, die Versorgungslücken schließen und Behandler:innen entlasten können. Als Beleg verweist der Verband auf die Prüfung durch das BfArM sowie auf Anforderungen an Qualität, Datenschutz und Datensicherheit.

Für die weitere Entwicklung fordert der Report ein praxistaugliches E-Rezept für DiGA, eine zielführende Umsetzung der anwendungsbegleitenden Erfolgsmessung, patient:innenfreundliche Datensicherheitsvorgaben und harmonisierte Regeln für die Erstattungsfähigkeit in Europa. Der Verband sieht darin die Voraussetzung, um den Zugang zu DiGA zu vereinfachen und Bürokratie abzubauen.

Download „DiGA-Report 2025

Quelle:
monitor-versorgungsforschung.de

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