Fünf neue OP-Säle für Aalen: Warum der Kreis vor dem Klinikneubau noch einmal investiert
Der Ostalbkreis investiert 22,2 Millionen Euro in fünf neue OP-Säle am Klinikum Aalen, die bis Mai 2027 fertig sein sollen, noch vor Baubeginn der neuen Klinik in Essingen…
- Ökonomie
Am Ostalbklinikum in Aalen hat der Bau von fünf neuen OP-Sälen begonnen. Der Anbau kostet rund 22,2 Millionen Euro, wovon das Land mehr als 13 Millionen Euro fördert. Der Eigenanteil des Landkreises liegt unter zehn Millionen Euro. Die neuen Säle sollen im Mai 2027 einsatzbereit sein.
Landrat Joachim Bläse begründete die Investition mit dem Zeitplan: Der Spatenstich für die geplante Regionalversorgerklinik in Essingen ist erst für 2028 vorgesehen, die Fertigstellung für 2032 oder 2033. Bis dahin brauche der Standort Aalen eine moderne OP-Infrastruktur. Die bisherigen Säle stammen aus dem Jahr 1988.
Auch wirtschaftlich soll sich der Anbau rechnen. Die Kliniken Ostalb mit ihren Standorten in Aalen, Ellwangen und Mutlangen verzeichneten zuletzt ein Defizit von rund 65 Millionen Euro. Durch Leistungskonzentration und den Abbau von Doppelstrukturen wurden bereits sieben Millionen Euro eingespart. Perspektivisch sollen es zehn bis 15 Millionen Euro jährlich werden. Laut Bläse könnten die Eigenkosten des Anbaus innerhalb eines Jahres wieder eingespielt werden.
Der Anbau umfasst neben den fünf OP-Sälen zehn Aufwachräume auf 2150 Quadratmetern bei einem Volumen von 8400 Kubikmetern. Die Planungen laufen laut Architekt Michael Gibbesch seit 2010. Vorstandsvorsitzender Christoph Rieß betonte die Komplexität des Projekts, das bei laufendem Klinikbetrieb umgesetzt wird.
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