G-BA-Mitglied Maag: Qualität und Versorgungssicherheit sind kein Widerspruch
„Versorgungssicherheit gegen Qualität“? Karin Maag vom G-BA räumt mit einem der größten Missverständnisse der Gesundheitspolitik auf und fordert ein Ende der Konfrontation. Qualität soll nicht länger als Gegenspielerin der Fläche gelten.
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Maag fordert eine klare Trennung zwischen Struktur- und Qualitätsdebatte. Mindestmengen seien wissenschaftlich belegte Instrumente zur Qualitätssicherung bei komplexen Eingriffen. Der G-BA betreibe keine Krankenhausplanung, sondern setze evidenzbasierte Vorgaben zur Patientensicherheit. Kritik an einem vermeintlichen Gegensatz von Versorgungssicherheit und Qualität weist sie entschieden zurück. In der Diskussion um das KHVVG moniert Maag die Schaffung neuer Schnittstellen ohne Rücksicht auf bestehende G-BA-Strukturen. Sie betont, dass der G-BA ausschließlich für evidenzbasierte Einzelfallregelungen zuständig ist, nicht jedoch für Leistungsbündel. Auch im ambulanten Bereich bestehe Qualitätsbedarf, dessen Umsetzung jedoch deutlich komplexer sei. Maag fordert mehr Wertschätzung für die Selbstverwaltung und setzt auf den Dialog mit der neuen Gesundheitsministerin Nina Warken. Gleichzeitig appelliert sie an Politik und Gesellschaft, Prävention und Digitalisierung entschlossener voranzutreiben.
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