Geburtshilfe in Schwalmstadt vor dem Aus – Millionen-Defizit und fehlende Zuschüsse
Das Asklepios Klinikum in Schwalmstadt droht die Schließung der Geburtshilfe-Abteilung, da es die Kriterien für Sicherstellungszuschüsse nicht erfüllt und ein Defizit von über einer Million Euro erwartet. Politiker fordern eine Erhöhung der Infrastrukturpauschale, um längere Anfahrtszeiten und gesundheitliche Risiken für werdende Mütter zu verhindern.
- Ökonomie
Am Asklepios Klinikum in Schwalmstadt steht die Geburtshilfe-Abteilung vor dem Aus. Aufgrund sinkender Geburtenzahlen und eines prognostizierten Defizits von über einer Million Euro im Jahr 2025 erfüllt die Klinik nicht die Voraussetzungen für einen Sicherstellungszuschlag. Sollte die Schließung erfolgen, drohen im südlichen Schwalm-Eder-Kreis und im nördlichen Vogelsbergkreis deutlich verlängerte Fahrtzeiten für werdende Mütter – in einigen Fällen bis zu 40 Minuten. Die FDP-Landtagsabgeordnete Wiebke Knell und weitere Politiker, darunter Dominik Leyh (CDU) und Christin Ziegler (CDU), warnen vor den gesundheitlichen Risiken dieser Entwicklung. In einem Schreiben an die hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz fordern sie gezielte finanzielle Unterstützung und eine Erhöhung der Infrastrukturpauschale. Die Krankenhausreform, die auf Spezialisierung und Qualitätssteigerung setzt, könnte Geburtsstationen wie die in Schwalmstadt zusätzlich unter Druck setzen…
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