Gemeinnützige Kliniken in Not: Diakoneo gibt Krankenhausbetrieb auf
Der kirchliche Träger Diakoneo gibt seine Krankenhäuser auf – wirtschaftlich sei deren Betrieb nicht mehr darstellbar. Verhandlungen zur Übernahme, unter anderem mit dem Klinikum Nürnberg, laufen. Die Klinikfinanzkrise hat nun auch gemeinnützige Strukturen erreicht.
- Ökonomie
Die Krankenhausfinanzierungskrise erreicht die gemeinnützigen Träger: Diakoneo, hervorgegangen aus der Fusion der Diakonie Neuendettelsau und des Diakoniewerks Schwäbisch Hall, zieht sich aus der stationären Versorgung zurück. Grund seien strukturelle Defizite, die selbst wirtschaftlich solide aufgestellte kirchliche Kliniken nicht mehr ausgleichen könnten. Besonders betroffen sind die Geburtskliniken Hallerwiese und Cnopfsche Kinderklinik in Nürnberg. Derzeit verhandelt Diakoneo mit dem Klinikum Nürnberg über eine Übernahme – allerdings unter wirtschaftlichem Vorbehalt. Auch weitere Häuser, darunter in Ansbach und Schwabach, stehen zum Verkauf. Der Rückzug bedeutet eine Zäsur für die Versorgungslandschaft in Bayern. Die Bayerische Krankenhausgesellschaft spricht von einer „branchenweiten Krise“, die nun auch die freigemeinnützigen Anbieter mit voller Wucht trifft…
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