Gendermedizin bricht alte Muster auf und verändert Forschung, Lehre und Praxis
Frauengesundheit gewinnt an Sichtbarkeit. Start-ups, Forschung und Lehre stellen tradierte medizinische Normen infrage und fordern geschlechtersensible Versorgung neu ein…
- Medizin
Die medizinische Versorgung orientierte sich lange an männlichen Normen. Weibliche Besonderheiten blieben häufig unberücksichtigt. Erst seit wenigen Jahrzehnten rückt Frauengesundheit stärker in den Fokus von Forschung, Versorgung und Politik. Expertinnen und Experten betonen, dass Frauen biologisch anders auf Krankheiten und Therapien reagieren. Dennoch basieren viele Medikamente weiterhin auf Studien mit männlichen Probanden.
FemTech- und HealthTech-Start-ups greifen diese Lücke auf. Sie entwickeln datenbasierte, digitale und individualisierte Ansätze, etwa für Zyklus, Schmerzen oder Wechseljahre. Gleichzeitig machen Fachkräfte aus Pflege und Medizin auf bestehende Vorurteile aufmerksam, etwa bei der Schmerzwahrnehmung von Frauen.
Auch in der akademischen Medizin wächst das Engagement. Neue Professuren und internationale Initiativen verankern geschlechtersensible Medizin in Ausbildung und Praxis. Ziel ist eine gerechtere Versorgung, die biologische und soziale Unterschiede berücksichtigt. Der Wandel hat begonnen, bleibt aber eine langfristige Aufgabe.
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