Gendermedizin: Von der Nische in die Pflichtlehre

Frauen sowie trans- und nicht binäre Personen sind in der medizinischen Forschung weiter unterrepräsentiert. Studien zeigen eklatante Datenlücken. Hoffnung macht eine neue Professur in Bielefeld, die geschlechtssensible Medizin fest in der Lehre verankert.

28. April 2025
  • Medizin
  • QM


Frauen, trans- und nicht binäre Menschen sind in der medizinischen Forschung oft unterrepräsentiert. Aktuelle Studien zeigen, dass geschlechtsspezifische Unterschiede bei Krankheitsverläufen, Medikamentenwirkungen und Diagnosen zu wenig berücksichtigt werden. Ein Beispiel: Frauen reagieren häufiger mit Nebenwirkungen auf Medikamente, Mädchen mit Autismus werden seltener diagnostiziert. Auch bei der SARS-CoV-2-Forschung bleibt das Geschlecht häufig unbeachtet. Nur vier Prozent der Studien werten die Daten geschlechtssensibel aus. Der systematische Mangel an differenzierten Daten – die sogenannte Gender-Data-Gap – bleibt bestehen. Fortschritte gibt es in der Lehre: An der Universität Bielefeld wurde eine Professur für geschlechtssensible Medizin eingerichtet. Damit wird das Thema künftig verpflichtend in der Ausbildung von Medizinstudierenden verankert…

Quelle:

aerzteblatt.de


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