Gerald Gaß: ‚Die Krankenhausreform ist kein Selbstläufer‘
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der AOK-Bundesverband fordern dringende Nachbesserungen an der Krankenhausreform, um flächendeckende Patientenversorgung und wirtschaftliche Stabilität sicherzustellen. Bürokratieabbau, eine qualitätsorientierte Planung und zügige Reformen in der Notfallversorgung sind essenzielle Maßnahmen, um Vertrauen in das Gesundheitssystem zurückzugewinnen.
- Politik
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der AOK-Bundesverband fordern von der kommenden Bundesregierung umfassende Nachbesserungen an der Krankenhausreform, die 2024 beschlossen wurde. DKG-Vorstand Gerald Gaß kritisiert die aktuellen Fristen der Vorhaltekostenfinanzierung und plädiert für eine Ergänzung der DRG-Finanzierung um Strukturkosten. Auch die Bürokratiebelastung müsse reduziert und die Krankenhausplanung mit klaren Qualitätskriterien versehen werden, da die Reform ansonsten zu Fehlentscheidungen führen könnte. Gaß fordert zudem eine stärkere Integration von Krankenhäusern in die ambulante Versorgung und betont die Bedeutung einer zügigen Notfallreform sowie einer verbesserten Fachkräftesicherung. Eine Umfrage zeigt, dass 36 Prozent der Bevölkerung eine Verschlechterung durch die Reform befürchten, was den dringenden Handlungsbedarf untermauert. Carola Reimann, Vorsitzende des AOK-Bundesverbands, unterstützt die Forderungen und appelliert an Bund und Länder, die Expertise von Fachleuten in die Reform einzubeziehen und pragmatische Lösungen zu finden, um langfristig Stabilität und Qualität im Gesundheitssystem zu gewährleisten…
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