Minus 51: Kliniken schlagen ifo-Index aller Branchen
Der Geschäftsklima-Index der deutschen Krankenhäuser liegt bei minus 51 und damit 18 Punkte unter dem schwächsten Wert aller vom ifo-Institut untersuchten Wirtschaftszweige…
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Die wirtschaftliche Lage der deutschen Krankenhäuser hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Das Krankenhaus-Konjunkturbarometer von DKI und DKG weist für das zweite Quartal 2026 einen Geschäftsklima-Index von minus 51 aus. Dieser Wert liegt 18 Punkte unter dem bisherigen Schlusslicht aller vom ifo-Institut untersuchten Wirtschaftszweige, dem Einzelhandel mit minus 32,7.
Nur 14 Prozent der befragten Kliniken beurteilen ihre wirtschaftliche Situation als gut, 58 Prozent als unbefriedigend. Besonders betroffen sind ländliche Häuser, wo zwei von drei Krankenhäusern ihre Lage als unbefriedigend einschätzen. Bei großen Kliniken mit mehr als 600 Betten sind es sogar 77 Prozent.
Der Ausblick auf das zweite Halbjahr 2026 fällt noch schlechter aus. 61 Prozent der Kliniken erwarten eine weitere Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage.
Mit 1,7 Millionen Beschäftigten zählt der Krankenhaussektor zu den größten Wirtschaftszweigen Deutschlands. DKG-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerald Gaß betont deshalb, dass die Krise nicht nur die Gesundheitsversorgung, sondern die gesamte Volkswirtschaft betreffe. Das GKV-Spargesetz verschärfe die Lage zusätzlich. Gaß fordert Entbürokratisierung und Deregulierung, damit Kliniken mit geschrumpften Budgets wirtschaften können, ohne die Versorgung einzuschränken oder Personal zu entlassen. Den neuen Gesundheitsminister fordert er auf, sein Bekenntnis zu weniger Bürokratie im Gesundheitswesen schnell umzusetzen.
Grundlage des Barometers, das erstmals im ersten Quartal 2026 erschien, ist eine repräsentative Online-Befragung von 274 Krankenhäusern mit mehr als 100 Betten.
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