Geschlechtersensible Forschung erhält institutionelle Verankerung
Das Forschungsministerium richtet ein eigenes Ressort für Frauengesundheit ein und will damit Forschung und Versorgung geschlechtersensibler gestalten…
- Medizin
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) schafft ein neues Ressort für Frauengesundheit. Es wird in der Abteilung Gesundheitsforschung angesiedelt und soll ab November 2025 die geschlechtersensible Medizin in Deutschland stärken. Ziel ist eine systematische Berücksichtigung frauenspezifischer Gesundheitsaspekte in Politik und Wissenschaft. Hintergrund sind deutliche Unterschiede in Gesundheitsverhalten, Krankheitsverläufen und Symptomen zwischen Frauen und Männern. Trotz hoher Lebenserwartung leiden Frauen häufiger an chronischen oder psychischen Erkrankungen. Zudem bestehen erhebliche Forschungslücken, da klinische Studien oft männlich dominiert sind. Das BMFTR fördert bereits Projekte zu Endometriose und plant weitere Initiativen, um die „Gender Data Gap“ zu schließen. Das neue Ressort soll Forschung, Versorgung und Prävention besser vernetzen und geschlechtsspezifische Unterschiede in der Medizin gezielt abbauen.
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