Geschlechterspezifische Datenlücken erschweren Diagnose und Therapie bei Darmerkrankungen
Ein Podcast mit PD Dr. Alica Kubesch-Grün zeigt, wie fehlende geschlechtsspezifische Daten die Diagnose und Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen beeinflussen und warum das Thema in der Gastroenterologie an Bedeutung gewinnt…
- QM
Die Gendermedizin erhält in Wissenschaft und Versorgung mehr Aufmerksamkeit. Ein Grund ist die sogenannte Gender-Data-Gap. Gemeint ist das Fehlen frauenspezifischer Daten zu Physiologie, Pathophysiologie, Epidemiologie, Diagnostik und Therapie.
Auch in der Gastroenterologie hat diese Lücke Folgen. Nach der Pubertät erkranken Frauen im gesamten Erwachsenenalter häufiger an Morbus Crohn als Männer. Studien zeigen zudem, dass chronisch-entzündliche Darmerkrankungen bei Frauen oft später erkannt werden.
Der Springer-Medizin-Podcast greift dieses Thema auf. PD Dr. Alica Kubesch-Grün erläutert dort, welche geschlechterspezifischen Faktoren bei Diagnose und Therapie gastrointestinaler Erkrankungen beachtet werden sollten. Ein Schwerpunkt liegt auf chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.
Kubesch-Grün ist Fachärztin für Innere Medizin und Oberärztin an der Medizinischen Klinik 1 des Universitätsklinikums Frankfurt am Main. Der Beitrag ordnet das Thema in den aktuellen wissenschaftlichen Kontext ein. Die geschlechterspezifische Medizinforschung gehört auch zu den Schwerpunkten des diesjährigen Wissenschaftsjahres unter dem Motto „Medizin der Zukunft“.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.