Gesetz wirkungslos – Lieferengpässe bei Arzneimitteln verschärfen sich
Das im letzten Jahr eingeführte „Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG)“ zeigt keine Wirkung, weiterhin sind Hunderte Arzneimittel in Deutschland knapp und nachhaltige Lösungen fehlen.
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Trotz des 2023 eingeführten Anti-Lieferengpassgesetzes sind weiterhin rund 500 Arzneimittel in Deutschland nicht lieferbar, wobei die tatsächliche Zahl aufgrund unterschiedlicher Dosierungen deutlich höher liegt. Besonders betroffen sind Präparate wie Antibiotika, Krebsmedikamente und chronische Medikamente. Laut Dr. Kai Joachimsen vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) führt die Gesetzgebung bisher zu keinen nennenswerten Verbesserungen, da nur wenige Medikamente durch das Gesetz abgedeckt sind. Joachimsen kritisiert die unrealistischen Erwartungen, dass die Produktion nach Europa zurückverlagert werden könne, solange die Preise niedrig bleiben. Stattdessen fordert er eine grundlegend neue Marktstruktur, die faire Preise ermöglicht und so die langfristige Versorgungssicherheit sicherstellt.
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