Gesundheitsausschuss neu besetzt: Fachwissen trifft politische Vielfalt

Politisch bunt, fachlich vielfältig: Der neue Gesundheitsausschuss vereint Ärzt:innen, Pflegekräfte, Ökonom:innen – und sogar eine Fleischermeisterin. Die Themen: Finanzierung, Fachkräftemangel und Systemkritik. Die Richtung ist klar – die Methoden unterschiedlich.

3. Juni 2025
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Der neue Gesundheitsausschuss des Bundestags zählt 38 Mitglieder aus fünf Fraktionen. Inhaltlich befasst sich das Gremium mit zentralen Fragen des deutschen Gesundheitssystems – von Versorgung und Finanzierung über Pflege- und Krankenversicherung bis hin zur Arzneimittelprüfung und Krankenhausstruktur. Vorsitzende ist die SPD-Abgeordnete Tanja Machalet. Sie bringt Erfahrung aus der Landespolitik mit.

Die Fraktionen setzen auf unterschiedliche Profile: Die CDU/CSU schickt neben erfahrenen Gesundheitspolitiker:innen wie Simone Borchardt auch den bekannten Virologen Hendrik Streeck. Die SPD punktet mit pflege- und patientennahen Fachleuten. Bei den Grünen dominieren ärztliche Kompetenzen, die Linke bringt pflegerisches Know-how ein. Die AfD deckt ein breites Spektrum ab – vom Zahnarztberuf bis zur Medienarbeit – steht jedoch wegen extremistischer Verbindungen einiger Mitglieder öffentlich in der Kritik.

Inhaltlich herrscht Konsens über Reformbedarf, etwa bei Wartezeiten oder der Hausarztversorgung. Unterschiede bestehen bei der Bewertung politischer Verantwortung und der Finanzierungsstrategien. Deutlich wird: Der Ausschuss versammelt viele Stimmen mit medizinischer, pflegerischer und wirtschaftlicher Erfahrung – und ebenso viele politische Interessen.

Quelle:

rechtsdepesche.de


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